CDU Schöppingen-Eggerode

Abwassergebühren bleiben konstant

Die gute Nachricht vorneweg: Die Abwassergebühren, so beschloss der Betriebsausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch, bleiben im kommenden Jahr konstant. Dem Vorschlag der Verwaltung, für das anfallende Schmutzwasser weiterhin 2,63 Euro pro Kubikmeter und für das Regenwasser 0,31 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche an Gebühren zu erheben, folgte das Gremium einhellig.
Wie Bürgermeister Niehoff schon in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates ankündigte, stehen der Gemeinde im kommenden Jahr große Investitionen im Abwasserbereich bzw. im Klärwerk ins Haus. Hintergrund ist das Ablaufen der Einleitungserlaubnis in die Vechte 2011 und die Erfüllung von Umweltauflagen nach der Wasserrechtsrahmenrichtlinie. Dafür muss das Klärwerk fit gemacht werden. Details hält der Wirtschaftsplan des Abwasserwerks 2010 vor, den der Ausschuss nach kurzer Diskussion abnickte.

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Demnach sollen im kommenden Jahr rund 1,6 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert werden. Größte Posten sind die Errichtung einer Faulgasanlage und eines Blockheizkraftwerkes, die zusammen mit rund 500 000 Euro zu Buche schlagen. Hinzu kommt die erforderlich werdende Erneuerung der Schaltanlagen mit 400 000 Euro. Weitere rund 500 000 Euro werden in die Retentionsmaßnahme Vechte und das Regenrückhaltebecken an der Metelener Straße investiert.

Stichwort Regenrückhaltebecken: Bürgermeister Josef Niehoff zeigte sich vor dem Ausschuss zuversichtlich, die bereits seit geraumer Zeit laufenden Abstimmungsgespräche mit der Bezirksregierung und der Unteren Wasserbehörde zum Modellprojekt Regenrückhaltebecken Schöppingen zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. Statt überschüssigem Regenwasser in einem Rückhaltebecken aus Beton zu sammeln, strebt die Gemeinde eine ökologischere Variante der Abwasserbeseitigung an und will dabei natürliche Außenbereiche der Vechte nutzen.

Ursprünglich war der Bau eines Regenrückhaltebeckens aus Beton mit einem Fassungsvolumen von 16 000 Kubikmeter ins Auge gefasst worden. Allein schon aus Gründen des damit verbundenen Flächenverbrauchs hatte die Verwaltung von dieser Variante allerdings Abstand genommen. Sollte die modellhafte ökologische Umsetzung der Regenwasserableitung die Zustimmung der Fachbehörden finden, winken der Gemeinde Zuschüsse in Höhe von 80 Prozent der Investitionskosten.

Was bliebe, ist dennoch ein erklecklicher Eigenanteil. Hinzu kommen die bereits erwähnten Investitionen in die Kläranlage. Beides hat zur Folge, dass die Gemeinde nicht umhin kommt, Kredite aufzunehmen. Der Betriebsausschuss gab am Mittwoch grünes Licht für eine Kreditaufnahme in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro.