Presseartikel vom CDU Gemeindeparteitag zur Wahl der Kandidaten für die Kommunalwahl 2009
Schöppingen - Die CDU Schöppingen-Eggerode unterstützt erwartungsgemäß Amtsinhaber Josef Niehoff bei der Bürgermeister-Wahl im Juni. Was der Vorstand im Vorfeld bereits beschloss, segneten am Montag die 47 anwesenden Mitglieder beim Gemeindeparteitag im Hotel Alte Post ab.Dagegen dreht sich das Personalkarussell für die Ratsplätze bei der Kommunalwahl mächtig. Mit Alfons Pacholak, Jürgen Holste, Clemens Freiherr von Oer, Luise Potthoff und Hubert Wigger kandidieren gleich fünf derzeitige Fraktionsmitglieder nicht mehr für den neu zu wählenden Gemeinderat. "Seit 1983 mache ich Kommunalpolitik. Zeitliche Gründe veranlassen mich dazu, nicht wieder anzutreten", sagte der Gemeindeverbands-Vorsitzende Pacholak und begnügt sich mit Platz 34 der Reserveliste.Als Direktkandidaten wurden einstimmig neu aufgestellt: Dr. Hermann Schillers (Wahlkreis 3), Norbert Heltweg (4), Helmut Möllenkotte (5), Oskar Sterzenbach (7) und Alfons Wissing (10). Weitere fünf Jahre wollen Petra Rahms, Stefan Wüpping, Holger Benölken, Ralf Marpert, Antonius Alfert, Bernhard Bense, Michael Göcke und Berthold Schulz Eggenrodde wieder Lokalpolitik für die CDU machen.Die Direktkandidaten wurden auch auf die ersten 13 Plätze der Reserveliste gewählt, die von Petra Rahms angeführt wird. "Es soll jeder, der sich im Wahlkampf abstrampelt, eine gute Chance haben, direkt in den Rat zu kommen", so Pacholaks Begründung. Bei der vergangenen Kommunalwahl 2004 erhielt die CDU 49,81 Prozent, was ihr 13 der insgesamt 26 Ratsmandate einbrachte. Auf den nächsten Plätzen der Reserveliste stehen Julia Roters, Ursula Uphoff, Matthias Frye und Bernhard Janning.Nach den schnell abgearbeiteten Wahlen trat Bürgermeister Josef Niehoff ans Rednerpult. Dabei zog er eine zufriedenstellende Bilanz der vergangenen fünf Jahre. Und das, so der Verwaltungschef, habe auch an der guten und schnellen Zusammenarbeit mit dem Rat gelegen. Für das vergangene Jahr vermeldete einen neuen Rekord bei der Gewerbesteuer-Einnahme. 5,4 Mio Euro flossen in die Gemeindekasse, angesetzt waren lediglich 2,5 Mio Euro.Kritisch äußerte sich Niehoff über die weiter steigende Kreisumlage. Vor allem die Personalkosten seien dort viel zu hoch. Das sei in der Schöppinger Verwaltung ganz anders. "Seit zehn Jahren haben wir konstant 24 Stellen", sagte der Bürgermeister. Es sei allen bekannt, dass ausuferndes Personal zu hohen Folgekosten führe. Sehr positiv sieht Niehoff die Schulsituation in Schöppingen. So sei die Verbundschule sehr erfolgreich gestartet. "Und das vor allem auch wegen des sehr engagierten kommissarischen Leiters Hubertus Drude. "Der muss auch bei uns bleiben. Das geht gar nicht anders", will sich Niehoff für ein Verbleiben Drudes stark machen.Auch das Angebot der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) werde gut angenommen. Mittlerweile würden 52 Kinder die OGS besuchen. Vor der bundesweiten Diskussion über den Zustand vieler Schulen brach Niehoff eine Lanze für Investitionen in den Bildungsbereich. "Bei uns wäre es undenkbar, die Schulen verkommen zu lassen."Der Bürgermeister warf auch einen optimistischen Blick in die Zukunft. Am kommenden Montag werde es ein Gespräch mit den zuständigen Stelle wegen des Radwege-Baus nach Gemen geben. Außerdem werde Mitte des Jahres der Metelener Eier-Betrieb Wessels in das ehemalige Potthoff-Gebäude an der Eggeroder Straße ziehen. "Das wird neues Leben bringen", ist sich Niehoff sicher.Zudem freute er sich, dass die Tischlerei Epping, die jetzt noch bei Potthoff angesiedelt ist, ins Gewerbegebiet ziehe. "Es ist wichtig, dass wir junge Handwerksbetriebe hier halten können", so Niehoff. Das sei gar nicht so leicht gewesen, schließlich habe Epping auch eine Verlagerung nach Coesfeld ins Auge gefasst. "Dank des Gemeinderates konnten wir ihm aber beim Grundstückspreis ein bisschen entgegenkommen", fand Josef Niehoff noch einmal lobende Worte für die Arbeit im Gemeinderat.
Mittwoch, 21. Januar 2009 | Quelle: Herr Joemann, Westfälische Nachrichten (Schöppingen)