CDU Schöppingen-Eggerode

Hilfe für den Lückenschluss

Radweg zwischen Schöppingen und Horstmar-Leer
Hilfe für den Lückenschluss
Horstmar/Schöppingen. Die Strecke ist kurvig, gefährlich, aber landschaftlich schön. Motorradfahrer lieben sie. Zum Leidwesen der Anlieger brettern sie besonders gerne an den Wochenenden die Landstraße 570 zwischen Leer und Schöppingen Richtung Billerbeck entlang. So auch beim Ortstermin der Christdemokraten der beiden Kommunen, die sich mit ihren Bürgermeistern Josef Niehoff (Schöppingen) und Robert Wenking (Horstmar) am Grenzstein getroffen haben, um ihr Anliegen den Landtagsabgeordneten Hannelore Brüning und Bernhard Tenhumberg vorzutragen.
Weil das Projekt die Kreise Steinfurt und Borken betrifft, haben die Initiatoren gleich die Vertreter beider Wahlkreise eingeladen, um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen. So machen sie sich für den Lückenschluss des Fahrradweges zwischen Leer und Schöppingen stark. Dabei handelt es sich um ein Stück von zirka vier Kilometern, das besonders hügelig und kurvenreich ist. „Das ist in Eigenleistung nicht zu schaffen“, begründet Leers CDU-Ortsvereinsvorsitzender Ludger Hummert, warum die Beteiligten die Landtagsmitglieder hinzugezogen haben und diese um Unterstützung bitten.
„Wer soll es machen?“, weist Bürgermeister Wenking darauf hin, dass es hier keine Anlieger gibt, die die Installation des Radweges übernehmen könnten. Zudem sei die Initiative Radweg Haltern mit dem Radwegstück, das sie bereits in Angriff genommen haben, komplett ausgelastet sind. „Man darf die Bürger nicht überfordern“, bestätigt auch sein Amtskollege Josef Niehoff, der das Engagement seiner Bürger lobt, die ebenfalls einen Radweg auch Schöppinger Gelände angelegt haben.
„Nun sollte uns das Land helfen und die Lückenschluss übernehmen“, betonen die beiden Bürgermeister und der CDU-Vorsitzende von Schöppingen und Eggerode, Alfons Pacholak, sowie sein Amtskollege Ludger Hummert bestätigen das. „Die Bürger sollten für ihr Engagement belohnt werden, meinen die Christdemokraten.
„Mit dem Bürgerradwegeprogramm wäre es leichter“, gibt Hannelore Brüning zu bedenken, dass sich in diesem Topf mehr Geld befindet, was auch leichter abrufbar sei. Doch das hieße, die Leerer und Schöppingen müssten wieder selbst Hand anlegen, was sie aus oben genannten Gründen nicht wollen. Hingegen läge beim Landesbetrieb Straßenbau NRW eine „unendlich lange Liste“ mit Radwegprojekten im Rahmen des „normalen Programms“ vor, die das Land durchführen und finanzieren soll. Deswegen seien die Aussichten auf Erfolg hier weitaus geringer. Trotzdem raten Brüning und Tenhumberg den Schöppingern und Horstmarern möglichst schnell noch ihren Antrag beim Landesbetrieb Straßenbau zu stellen. Sie würden das Vorhaben in jedem Fall unterstützen, versprechen die Landtagsabgeordneten.
„Ein Radweg im Münsterland ist längst nicht so teuer wie im Rheinland“, gibt Bürgermeister Niehoff den Besuchern zu bedenken, die während des Ortstermins hautnah miterleben, wie gefährlich und befahren die Strecke ist. Das Bedürfnis, hier ohne Fahrradweg unterwegs zu sein, ist nicht besonders groß. Besonders die Eltern haben Angst um ihre Kinder. Aber auch die Rennradfahrer, die auf dieser Strecke gerne trainieren, würden sich bestimmt über ein Stück mehr Sicherheit freuen.
Auf Kosten von 100 000 bis 120 000 Euro pro Kilometer schätzen die Initiatoren die Kosten für das Vorhaben.

mit freundlicher Genehmigung:
VON SABINE NIESTERT, STEINFURT
Westfälischen Nachrichten