CDU Schöppingen-Eggerode

CDU-Gemeindeparteitag

Kenne Nöte der Kommunen“

... Schöppingen. Aufgalopp zum Wahljahr 2009: Der CDU Gemeindeverband hat sich am Montagabend auf seinem Gemeindeparteitag auf die Kommunalwahl im Juni kommenden Jahres eingestimmt. Vorsitzender Alfons Pacholak konnte im Hotel Alte Post passend dazu den Landratskandidaten der Union, Dr. Kai Zwicker, begrüßen. Der Heeker Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, sich den Mitgliedern des Schöppinger Ortsverbandes vorzustellen und um Vertrauen und Unterstützung für die Landratswahl zu werben. Der 40 Jahre alte Jurist kündigte in seiner Rede an, im Fall seiner Wahl als Landrat die Belange der Kommunen stärker als bisher in die Kreispolitik einbringen zu wollen. „Ich kenne die Sorgen und Nöte der Kommunen“, so Zwicker, der seit 1999 Bürgermeister von Schöppingens Nachbargemeinde ist. Er sei darüber hinaus „kein Freund von starren Systemen“, signalisierte er Kompromissbereitschaft zum Beispiel in der Diskussion um die Höhe der Kreisumlage. Allerdings müsse auch berücksichtigt werden, dass der Kreis ein stark vorgegebenes Portfolio und kaum eigene Steuereinnahmen habe – sieht man einmal von der Jagdsteuer ab.Ob Arbeitsmarktpolitik, Wirtschaftsförderung, Agrarpolitik, Familien- oder Jugendförderung – der Landratskandidat nahm die CDU-Mitglieder mit auf einen Parforceritt quer durch die Themenvielfalt, mit denen Kreis und Kommunen, die oft „enger zusammenstehen, als es in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird“, konfrontiert sehen. Die Erfolge in der Wirtschaftspolitik, die sich unter anderem in einer kreiweit sehr niedrigen Arbeitslosenquote von unter fünf Prozent äußern, gelte es, für die Zukunft zu sichern. „Hier muss der Kreis die Kommunen unterstützen“, stellte Zwicker klar. Beispiel Breitband-Verkabelung: Ganz frisch war die Nachricht, dass die Kommunen des Altkreises Ahaus mit Ausnahme von Gronau einen Kooperationsvertrag mit einer niederländischen Betreiberfirma NDIX geschlossen haben, die den Anschluss herstellt. Aufgabe des Kreises sei es, diese Entwicklung zu stützen, indem beispielsweise weitere Verknüpfungen ausgebaut werden.Der Landratskandidat sieht sich aber auch als ein Vermittler der Interessen der jüngeren und älteren Generation im Kreis. „Ich schätze das Wissen und die Erfahrung der Älteren, aber auch das Zusammenspiel zwischen Jung und Alt“, machte er deutlich und ergänzte: „Mit meinen 40 Jahren bin ich im besten Alter, beiden Seiten gerecht zu werden.“Bürgermeister Josef Niehoff, der aktuelle Informationen aus der Gemeindepolitik vortrug, begrüßte die Kandidatur Zwickers für das Amt des Landrats. „Er stammt aus der kommunalen Familie, und das ist gut für die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung“, so Niehoff.Alfons Pacholak stellte das weitere organisatorische Prozedere für die Kommunalwahl 2009 vor. Der Ortsverband werde sich in den kommenden Wochen auf die Suche nach potenziellen Kandidaten für den Rat und die Sachkundigen Bürger machen, kündigte er an. Welche Personen schließlich aufgestellt werden, beschließe die Mitgliederversammlung im Herbst. Die Einteilung der Wahlbezirke, deren Anzahl bei voraussichtlich 13 bleiben werde, müsse bis dahin festgelegt werden. Pacholak schloss mit einer Aufforderung an die CDU-Mitglieder, sich als Kandidat für die Ratsarbeit der kommenden fünf Jahre zur Verfügung zu stellen.

Mittwoch, 30. April 2008 |