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Presse
15.12.2009, 12:16 Uhr | WN Übersicht | Drucken
Ab Ostern gibts Knöllchen

Schöppingen - Gegen eine City-Parkzone sprach sich am Montagabend einhellig der Bauausschuss aus. Vielmehr votierten die Mitglieder dafür, die Parkdauer auf den bestehenden Parkplätzen auf zwei Stunden zu begrenzen. Die Straßenverkehrsordnung regelt dann wie bisher das Parken direkt auf den Straßen. Zudem sollen die Dauerparkplätze Mühlenwall, Künstlerdorf und Berghof besser ausgeschildert werden.


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Die Verwaltung wurde außerdem beauftragt, die Bürger durch ein Informationsschreiben auf die Situation aufmerksam zu machen. Des Weiteren soll die Gemeinde das Einhalten der Regeln überwachen. Bis Ostern zunächst ohne Knöllchen. „Wir schauen, ob es sich bis dahin eingependelt hat. Dann schießen wir scharf“, sagte Bürgermeister Josef Niehoff.

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Dem Verwaltungschef war anzumerken, dass er grundsätzlich wenig begeistert ist, zu streng zu kontrollieren. Und das aus zwei Gründen. Erstens: Personalnot. „Wir werden dafür keine Stelle schaffen“, betonte er. Zweitens: „Man verärgert Kunden nur ein Mal. Wir kämpfen hier um jeden einzelnen Kunden. Später will es dann keiner gewesen sein.“

Niehoff möchte zunächst einmal abwarten, wie die jetzt getroffenen Maßnahmen, inklusive der noch aufzustellenden Poller, wirken, und hofft auf die Einsicht der Bürger. Doch damit war es bisher nicht unbedingt weit her. Selbst bei den betroffenen Kaufleuten. „Im Rathaus rufen Geschäftsleute an, die mehr Parkplätze vor ihren Läden fordern und selbst direkt vor ihrem Geschäft parken und so einen Platz blockieren“, wunderte sich Niehoff über „die Mentalität der Schöppinger“.

Keine Lösung wurde für die Situation am Alten Rathaus und der Kirche gefunden. Beide Bereiche gelten als Plätze und dürfen nicht als Parkplätze ausgewiesen werden, so Gemeindeverwaltung und Straßenverkehrsamt. Ansonsten müsse die Gemeinde damit rechnen, Fördergelder zurückzahlen zu müssen. Und da es offiziell keine Parkplätze sind, kann auch keine Zeitbeschränkung auferlegt werden. Als Kurzzeitparkplätze fürs Einkaufen sind diese Flächen der Verwaltung durchaus willkommen, doch das Problem sind die dauerparkenden Pendler. Jetzt appellieren alle an die Vernunft der Autofahrer. Und wenn nicht: „Schöppingen ist übersichtlich. Mit der Zeit wissen wir, wer da parkt“, merkte ein Ausschuss-Mitglied an. Tenor: Ein persönliches Gespräch könne ja vielleicht Wirkung zeigen.

Zu Beginn der Sitzung hatte Bürgermeister Niehoff darauf aufmerksam gemacht, dass die Verwaltung überhaupt nicht die Kompetenz habe, Schilder aufzustellen, sondern das Straßenverkehrsamt dafür verantwortlich sei. Dessen Vertreter ließ durchblicken, dass er durch die starke Verkehrsentlastung eine City-Parkzone für überflüssig halte. Bei der letzten Zählung in den vergangenen Wochen wurden im Bereich des Antoniushauses in 24 Stunden 3600 und am Bürgerweg 2200 Fahrzeuge gezählt, früher waren es über 11 000.

„Ich kann keinen besonderen Parkdruck in Schöppingen erkennen“, so der Kreisvertreter.

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